Auf dem Weg zur Topform:
 WSV-Athlet Hörmann belegt in Salou Platz 6

Die flachen Rennen liegen ihm besonders gut. Mit der drittbesten Radzeit hat Markus Hörmann erneut bewiesen, wohin seine Formkurve zeigt (Foto: Hörmann).

Nach einem überzeugenden Saisonauftakt legt Markus Hörmann nach und kann im spanischen Salou seine aufsteigende Form bestätigen. Der sechste Platz bedeutet am Ende zugleich die Qualifikation für die Mitteldistanz-Weltmeisterschaft. 

Klein aber oho – so könnte man das diesjährige Profi-Starterfeld bezeichnen, denn die Konkurrenz des einzigen Deutschen, Markus Hörmann, der in Salou bereits vor drei Jahren Fünfter wurde, hatte es in sich. Als Favoriten angetreten waren der australische Radprofi und Ironman-Sieger Cameron Wurf, seines Zeichens Halter der Radbestzeit beim Ironman Hawaii, sowie der selbstbewusste Spanier Pablo Dapena González, der erst vor kurzem auf Gran Canaria den deutschen Top-Athleten Andreas Böcherer sowie den amtierenden Ironman-Weltmeister Patrick Lange auf die Podestplätze zwei und drei verwies.

Kurz nach 7 Uhr fiel der Startschuss an der katalanischen Mittelmeerküste für ein von Beginn an schnelles Rennen, in dem sich der Tölzer Triathlon-Profi im Wasser früh in einer Gruppe hinter dem Führenden Depana festsetzen konnte. Während der Spanier die Führung mit auf die Radstrecke nahm, sicherte sich Hörmann mit einer Schwimmzeit von 25:28 Min. auf dem achten Platz eine gute Ausgangssituation. Dicht gefolgt von Radspezialist Wurf, der in seiner Paradedisziplin sämtliche Erwartungen bestätigte, schnell an die Spitze fuhr und Platz eins bis ins Ziel eifrig verteidigte.

Für den flachen Rundkurs über drei Mal 30 Kilometer hatte sich aber auch der Athlet vom WSV Bad Tölz einiges vorgenommen. Mit einem überzeugenden Soloritt, vorbei an Freizeitparks und Golfplätzen, machte er weitere Plätze gut und wechselte am Ende mit der drittschnellsten Radzeit des Tages auf dem fünften Platz in seine Laufschuhe.

Der spätere Sieger Wurf und der Zweitplatzierte Dapena waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit großem Vorsprung vorausgeeilt. Gemeinsam mit dem britischen Nachwuchstalent George Goodwin nahm Markus auf der Strandpromenade Salous die Verfolgung auf. Während Goodwin nach vorne Boden gut machte und sich damit den dritten Podestplatz sichern konnte, brachte der 28-Jährige Hörmann das Rennen in einer Gesamtzeit von 3:52:50 Stunden mit einem soliden Halbmarathon ins Ziel. Der sechste Platz bescherte dem Großeglseer jedoch erneut eine Top-Platzierung und zugleich die Qualifikation für die Mitteldistanz-Weltmeisterschaft 2019 in der Slowakei, die im Rahmen des Challenge Samorin jährlich ausgetragen wird.

„Am Ende bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und ich fühle mich von Rennen zu Rennen besser und härter. Meine Langdistanz-Qualitäten kann ich derzeit auf der Mitteldistanz noch nicht ideal ausspielen, dafür freue ich mich umso mehr im Juli in Roth an den Start zu gehen. Die WM-Quali ist zudem eine schöne Sache und schon jetzt ein Höhepunkt im nächsten Jahr!“, so Hörmann über seine Leistung beim Challenge Salou, bevor es am 9. Juni im dänischen Herning den letzten Härtetest vor der Challenge Roth zu bestreiten gilt.