Challenge Roth: die Wiedergeburt des Markus Hörmann

Der größte Moment in der bisherigen Triathlon-Karriere des Markus Hörmann: Der Einlauf ins Rother Triathlon-Stadion am 9. Juli 2017 (Foto: Alexander Fuchs).

Bei der größten Triathlon-Party der Welt will der Tölzer Profi zeigen, dass sein Ergebnis aus dem Vorjahr keine Eintagsfliege war.

Es war Sonntag, der 9. Juli 2017, als Hörmann nach 8 Stunden und 23 Minuten in das tobende Triathlon-Stadion einlief: Er schrie, grinste, strahlte, ballte seine Siegerfäuste und stolperte als Zehnter mit einem Radschlag vor Freude über die Ziellinie. Tonnenweise Ballast fiel in diesem Moment von den Schultern des WSV-Athleten, der sich noch Monate zuvor aufgrund einer Hüft-OP mit einem drohenden Karriereende befassen musste.

Man kann es also die Wiedergeburt des Markus Hörmann nennen, der sich nun, ein Jahr später, bestens vorbereitet und mit viel Selbstvertrauen auf seinen zweiten Start beim Challenge Roth freut. Nach einer gelungenen Saisonvorbereitung inklusive dreimonatigem Mallorca-Trainingslager  stehen die Vorzeichen für den 28-Jährigen bestens. So landete er bei seinen drei Vorbereitungsrennen über die Mitteldistanz in Italien, Spanien und Dänemark immer unter den Top 10, wenngleich die Langdistanz am 1. Juli ihre eigenen Gesetze mit sich bringen wird.

Beim 35. Jubiläum des Rother Triathlons werden die Karten neu gemischt, wofür neben der erneut veränderten Laufstrecke auch das mit Stars gespickte Profifeld sorgen wird. An der Seite des absoluten Top-Favoriten und Ironman-Weltmeisters von 2014, Sebastian Kienle, geben sich erfahrene Ausnahmeathleten wie Jan Raphael, Ivan Raña, James Cunnama, Cameron Wurf, Luke Bell, Andi Dreitz und Jesse Thomas im fränkischen Triathlon-Mekka die Hand.

Egal ob Profi oder Hobbysportler, für die über 5.000 Starter ist der Challenge Roth das Sport-Event des Jahres, wenn entlang der Strecke erneut rund 260.000 Zuschauer für lautstarke Unterstützung und zahlreiche Gänsehautmomente sorgen werden. Ein echter Höhepunkt ist dabei der legendäre Solarer Berg, der die Radfahrer à la Tour de France in den Menschenmassen verschwinden lässt und erst mehrere hundert Meter später wieder ausspuckt.

Aber auch die Organisation und die tausenden Helfer rund um die Familie Walchshöfer lassen die Athleten, wie auch Markus Hörmann, von diesem Rennen schwärmen. „Dass ich mein Debüt auf der Langdistanz und zugleich mein Comeback in Roth feiern durfte, ist bis jetzt definitiv mit Abstand der schönste Moment meiner sportlichen Karriere. Helfer, Zuschauer und Veranstalter machen aus diesem Rennen ein einmaliges Erlebnis, welches einen nicht mehr loslässt. Daher war für mich schnell klar auch in diesem Jahr wieder an den Start zu gehen,“ so der Tölzer Triathlon-Profi.

Für den, in Anlehnung an das Tölzer Stadtwappen, in Gelb-schwarz startenden Hörmann wird es am ersten Juli-Wochenende ernst. Am Sonntagmorgen um 6:30 Uhr fällt für die Profis der Startschuss zum Dreikampf über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Wie es dem WSVler mit der Startnummer 10 dabei ergeht, können Sie am 1. Juli online auf challenge-roth.com im Livestream oder im Bayerischen Fernsehen nachverfolgen.