Das war das Triathlon-Jahr 2018 des Markus Hörmann

Zum Saisonabschluss noch ein Sieg: Nach 4 Stunden und 26 Minuten bringt Markus Hörmann seinen ersten Platz beim Elbaman ins Trockene (Foto: marathon-images.com).

Mit konstanten Leistungen konnte sich der Profitriathlet des WSV Bad Tölz weiter in der Weltspitze etablieren. Zweieinhalb Jahre nach seiner Hüft-OP blickt der 28-Jährige nun beschwerdefrei in eine erfolgsversprechende Zukunft.

Bad Tölz – „Sommersportler werden im Winter gemacht“, so lautet eine Weisheit im Sportlerjargon und mit der staden Zeit kommen auch auf Markus Hörmann vor allem viele Trainingskilometer zu. Egal ob einsam im Hinterzimmer auf dem zum Heimtrainer umfunktionierten Triathlonrad, bei langen Läufen an der eiskalten Luft oder Bahn für Bahn im Tölzer Schwimmbad, der straffe Plan lässt nur wenig Freiraum für besinnliche Momente. Am Ende einer normalen Woche kommt Hörmann dabei nicht selten auf rund 40 Trainingsstunden mit über 100 Laufkilometer und bis zu 30 Kilometer im Wasser. Die diesjährige Rennsaison hatte er bereits Ende September mit einem Sieg mit Streckenrekord beim Mitteldistanz-Event auf der italienischen Insel Elba ausklingen lassen, um die Vorbereitung auf die nächste Saison noch akribischer und umfangreicher angehen zu können. „Blut geleckt“ habe er in diesem Jahr und dabei das „Stockerl immer in Blickweite“ gehabt, blickt der Tölzer Triathlonprofi voller Ehrgeiz zurück.

Immer unter den Top-10 Europas

Begonnen hatte der WSV-Athlet das Jahr in den ersten Monaten mit einem intensiven Trainingslager auf Mallorca. Von einer zähen Verletzung am Bein, welche Rad- und Laufeinheiten stark einschränkte, lies sich der Tölzer nicht ausbremsen. Mit einem zweiten Platz beim Halbmarathon im Rahmen des Forstenrieder Volkslaufs startete er im April erfolgreich in die neue Rennsaison. Als Vorbereitung zu seinem einzigen Langdistanz-Rennen (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42 Kilometer Laufen) des Jahres, dem Challenge Roth im Juli, absolvierte Hörmann Rennen über die Mitteldistanz in ganz Europa. Mit Top-Ergebnissen aus dem italienischen Riccione, Platz 8, dem spanischen Salou, Platz 6, sowie dem dänischen Herning, Platz 8, im Gepäck ging er beim größten Langdistanz-Triathlon der Welt mit Blick auf eine einstellige Platzierung an den Start. Dort machte ihm jedoch nach einer starken Schwimmleistung und einer guten Radzeit auf der Marathonstrecke eine offene Blase am Fuß einen Strich durch die Rechnung. Nach Laufkilometer 10 war für den Zehntplatzierten aus dem Vorjahr das Rennen vorbei, Hörmann stieg aus um seinen weiteren Saisonverlauf nicht mit einer Verletzung zu gefährden. Dieser hatte für Markus Hörmann nämlich noch weitere Erfolge parat, wie einen achten Platz im finnischen Turku (Mitteldistanz), einen ersten Platz beim Isar-Lauf im heimischen Bad Tölz (10-km-Lauf), sowie den überragenden Sieg auf Elba (Mitteldistanz).

Hüfte macht keine Probleme mehr

Vor über zweieinhalb Jahren war an solche Erfolgserlebnisse noch lange nicht zu denken. Ein komplizierter Eingriff an Markus’ Hüfte sollte damals bereits seine Profikarriere beenden. Doch letzte Woche nun das große Aufatmen in der Familie Hörmann: Ärzte der Orthopädischen Chirurgie in München bescheinigten dem Leistungssportler bei einer Nachuntersuchung einen einwandfreien Zustand der Hüfte. „Perfekte Nachrichten, um ganz befreit ins neue Jahr zu starten“, freut sich Hörmann bereits auf seine Saisonvorbereitung, die er ab Anfang Januar dann wieder auf die sonnige Insel Mallorca verlegt.

Die Rennsaison 2018 in Bildern:

06.05. Challenge Riccione (MD) – 8. Platz, 4:10 Std.
Gelungener Start in die Triathlon-Saison: Nach 4 Stunden und 10 Minuten schafft es Markus als Achter ins Ziel, ein erfolgreicher Auftakt der Markus strahlen lässt.

7.05. Challenge Salou (MD) – 6. Platz, 3:52 Std.
Auch im spanischen Salou erreicht Hörmann eine Top-10-Platzierung. Platz 6 in einer Zeit von 3:52 Stunden.

09.06. Challenge Herning (MD) – 8. Platz, 4:00 Std.
Trotz allergischer Probleme beim Laufen: Nach vier Stunden macht der 28-Jährige im dänischen Herning seine dritte einstellige Platzierung in Folge perfekt.

01.07. Challenge Roth (LD) – DNF
Beim größten Triathlon der Welt in Roth läuft lange alles planmäßig, erst auf der Marathonstrecke muss Hörmann seiner schmerzenden Blase am Fuß Tribut zollen und das Rennen abbrechen.

11.08. Challenge Turku (MD) – 9. Platz, 3:53 Std.
Im finnischen Turku hält Markus Hörmann im Laufduell mit dem Australier Eric Watson wacker dagegen und verteidigt bis ins Ziel seinen 9. Platz.
30.09. Elbaman – 1. Platz, 4:26 Std. – Streckenrekord (MD)
Auf der italienischen Insel Elba kann Hörmann an diesem Tag keiner gefährden. Mit großem Abstand auf den Zweitplatzierten genießt der Tölzer seinen Sieg zum Abschluss der Saison noch einmal richtig.