Gelungener Saisonstart: 
Hörmann landet in Riccione auf Platz 8

Am Ende musste sich Markus Hörmann (links) zwar um wenige Sekunden gegen Landsmann Patrick Dirksmeier (rechts) geschlagen geben, die Freude über den gelungenen Saisonstart platzte jedoch schnell aus dem Tölzer heraus (Foto: Hörmann).

Beim Halbdistanz-Rennen an der italienischen Adria trotzt der Tölzer Profitriathlet Markus Hörmann dem starken Wellengang und reiht sich mit einer Gesamtzeit von 4:10:46 Stunden in einem hochklassigen Starterfeld unter den Top 10 ein.

Das Rennen, welches in den Vorjahren im Nachbarort Rimini ausgetragen wurde, war zugleich das erste Rennen in der neuen Saison des Athleten vom WSV Bad Tölz. Angeführt von Vorjahressieger Giulio Molinari stürzte sich die 33-köpfige Elitegruppe der Männer für die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke ins adriatische Meer. Umringt von gestanden Ironman-Siegern und jungen Ausnahmetalenten kämpfte sich Hörmann in unter 30 Minuten durch heftige Wellen und ging mit Platz 18 und drei Minuten Rückstand auf den Führenden auf die enge und steile Radstrecke.

Während sich weiter vorne eine große Verfolgergruppe gebildet hatte, startete der 27-Jährige Großeglseer mit einem Soloritt über 90 Kilometer eine furiose Aufholjagd. Athlet für Athlet sammelte er dabei auf dem Weg durch die hügeligen Abschnitte in den Regionen Emilio-Romagna und Marken zurück nach Riccione ein und wechselte nach fast drei Stunden auf Position sieben in seine Laufschuhe. Auf und davon war zu diesem Zeitpunkt bereits der Italiener Giulio Molinari, welcher nach seinen Siegen 2016 und 2017 in Rimini nun den dritten Sieg in Folge vor Augen hatte. Einen harten Kampf um die verbleibenden Podestplätze lieferte sich dabei eine fünf Mann starke Verfolgergruppe um das deutsche Talent Frederic Funk, dicht gefolgt vom WSV-Athleten Hörmann.

Der verbleibende Halbmarathon an der Adriaküste sorgte jedoch für keine weiteren Überraschungen mehr. So brachte Molinari seinen fast makellosen Start-Ziel-Sieg in knapp über vier Stunden ins Trockene, während sich der mehrfache Mitteldistanz-Champion Thomas Steger aus Österreich und der 20-jährige Sprintspezialist Funk in ihrer Gruppe durchsetzen und sich die Plätze zwei und drei sichern konnten. Markus Hörmann nahm seinen Schwung aus dem Radfahren mit und verteidigte mit einer stabilen Laufleistung über 21,1 Kilometer in 1:17 Stunden eine Position unter den besten Zehn.

„Das erste Rennen in der Saison ist immer eine Art Wundertüte, dass ich jedoch nach dem sehr kräfteraubenden Schwimmen auf dem Rad und beim Laufen noch soweit vorne mitmischen konnte, stimmt mich für die nächsten Rennen sehr positiv“, blickte der einzige Tölzer Profi schon kurz nach dem Wettkampf überaus zufrieden auf seine Leistung. In den nächsten Tagen richtet sich sein Fokus aber bereits auf den nächsten Härtetest, denn Ende Mai steht im spanischen Salou der nächste Halbdistanz-Triathlon an.