Des Hörmanns liebste Insel: 
Tölzer Triathlon-Profi siegt auf Elba

Ein Moment zum Genießen: Dank des großen Vorsprungs auf den Zweitplatzierten konnte Markus Hörmann den Zieleinlauf in vollen Zügen auskosten (Foto: Hörmann).

Nach einem perfekten Tag und 4:26:56 Stunden getaner Arbeit bringt Markus Hörmann seinen Sieg über die Halbdistanz mit Streckenrekord ins Ziel.

Schwimmen, Sonnen, auf dem Boot entspannen: Die letzten Jahre hatte Markus Hörmann samt Familie die Zeit auf der italienischen Mittelmeerinsel eher in ruhiger Form verbracht. Während im Vorjahr noch ein starker Sturm seinen ersten Start beim Elbaman verhinderte, hieß es für den WSV-Athleten nun am vergangenen Wochenende endlich: Schwimmen, Radfahren, Laufen.

Bei idealen, sonnigen Bedingungen ging es am Sonntagmorgen in der Bucht von Marina di Campo ins Mittelmeer auf die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke. Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland, Tschechien und der Schweiz konnte sich Markus Hörmann im italienischen Starterfeld schnell behaupten und sich in der Spitzengruppe festsetzen. Nach 25 Minuten und 16 Sekunden im Wasser übernahm er in der ersten Wechselzone die Führung und ging als Erster auf die zwei Runden lange Radstrecke.

Der hügelige Rundkurs mit über 1500 Höhenmeter verteilt auf 91 Kilometer sollte dabei bereits für eine Vorentscheidung sorgen. So baute der 28-Jährige seinen Abstand auf den Zweitplatzierten schnell auf mehrere Minuten aus und ließ seiner Konkurrenz keine Chance auf eine Aufholjagd. Mit knapp über zweieinhalb Stunden auf dem Rad war nicht nur die bisherige Radbestzeit vom Tölzer Triathlon-Profi pulverisiert worden, sondern auch sein Zeitpolster bereits auf eine Viertelstunde angewachsen.

Den Halbmarathon über drei Runden konnte Hörmann nun befreit angehen und sein hohes Tempo bis zum Ende kontrolliert halten. Nach weniger als viereinhalb Stunden durfte er den über weite Teile ungefährdeten Triumph auf der Ziellinie ausgiebig feiern. Während der Tölzer damit den Streckenrekord um fast 10 Minuten verbesserte, sicherten sich der Italiener Stefano Luciani sowie der Deutsche Matthias Kindel mit knapp 20 Minuten Rückstand die weiteren Podestplätze. Es ist der erste Sieg des WSV-Athleten in dieser Saison, nachdem er bereits mit vier Top-10-Platzierungen über die Halbdistanz seine aufsteigende Form unter Beweis stellen konnte.

Damit jedoch noch nicht genug der Feierlichkeiten im Hause Hörmann: Neben Markus’ Erfolg über die Halbdistanz konnte Maximilian Kirmeier einen dominierenden Sieg über die parallel stattfindende Langdistanz-Ausgabe des Elbamans einfahren. Der gebürtige Rosenheimer ist der langjährige Partner von Markus’ jüngeren Schwester Ramona.

Für viele Triathleten neigt sich die Saison nun langsam dem Ende zu oder findet mit dem Ironman auf Hawaii seinen absoluten Höhepunkt. Hörmann hingegen gibt sich weiter erfolgshungrig und will Ende Oktober seine Ergebnisliste mit vorderen Platzierungen bei Rennen auf Mallorca und Sardinien positiv fortführen.

„Es war heute einfach ein perfekter Tag und ich habe mich das ganze Rennen über super gefühlt. Endlich konnte ich meine harte Arbeit mit einem Sieg belohnen, der Streckenrekord krönt diesen Erfolg auch noch. Mit diesem tollen Gefühl möchte ich nun den Saisonendspurt weiterhin positiv gestalten“, so Markus Hörmann nach dem gewonnenen Elbaman über die Halbdistanz.