Mit Schwung in die zweite Saisonhälfte:
 Hörmann landet in Finnland auf Platz 9

Vor maritimer Kulisse kam es in Turku zum Laufduell um die Top-10-Platzierungen zwischen dem Australier Eric Watson und Markus Hörmann (Foto: Hörmann Fuchs).

Der Tölzer Profitriathlet Markus Hörmann erreicht beim Halbdistanz-Rennen im finnischen Turku den neunten Platz in einer Zeit von 3:53:50 Stunden.

Mit bereits drei Top-10-Platzierungen im Gepäck und einem intensiven Trainingslager im Juli im Schweizer Leysin in den Beinen läutete der 28-Jährige in der finnischen Hafenstadt Turku seine zweite Saisonhälfte ein. Das Starterfeld der Profis wurde angeführt vom deutschen Triathlon-Star und absoluten Favoriten Sebastian Kienle. Dahinter reihten sich ganze zwölf weitere podiumsverwöhnte Weltklasse-Athleten aus der Lang- und Kurzdistanz-Szene als Verfolger ein, unter anderem der Spanier Pablo Dapena González, der Russe Ivan Kalashnikov sowie der Niederländer Evert Scheltinga. Die deutsche Abordnung wurde neben Markus Hörmann von Per Van Vlerken (Anm. d. Red. seit kurzem verheiratet mit Profi-Triathletin Yvonne Van Vlerken, bisher besser bekannt als Per Bittner) sowie Marc Unger komplettiert.

Am Sonntagmorgen ging es bei bewölktem Himmel und frischen 18 Grad Außentemperatur im Fluss Aurajoki auf die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke. Die Konkurrenz gestaltete das Rennen von Beginn an schnell und versuchte so Kienles Schwäche im Wasser für einen ersten Vorsprung zu nutzen. WSV-Athlet Hörmann schwamm in der Verfolgergruppe und beendete die erste Disziplin nach 27:19 Minuten auf dem neunten Platz. Mit knapp unter drei Minuten Rückstand ging es für den 28-Jährigen auf die drei Runden des flachen aber harten Radrundkurses. Das eintönige Streckenprofil der 90 Kilometer bot nur wenig Erholungsmöglichkeiten und kam den Zweirad-Spezialisten entgegen, wie Sebastian Kienle eindrucksvoll bewies. Der Top-Favorit setzte sich ausgehend von Position 10 zur Hälfte des Rennens an die Spitze und gab seine Führung bis zum Ziel nicht mehr ab. Derweil bewies Hörmann seine Leidensfähigkeit und bestritt die ersten 45 Kilometer alleine im Wind, ehe sich um ihn mit dem Australier Eric Watson und dem Briten Sam Wade ein kleine Gruppe bildete.

Nach zwei Stunden auf dem Rad und der zweitschnellsten Wechselzeit in die Laufschuhe, galt es für den Tölzer seinen Platz unter den ersten Zehn zu verteidigen. Mit einer konstanten Laufleistung über den vier Runden langen Halbmarathon konnte Markus Hörmann nach vorne weitere Minuten gutmachen und sich auf den letzten Kilometern an seinem Landsmann Per Van Vlerken vorbeischieben. Als zweitbester Deutscher und dem neunten Gesamtplatz unterstrich der Tölzer Profi vor allem auch seine aufsteigende Laufform: Mit 1:16 Stunden über 21,1 Kilometer setzte er eine neue persönliche Laufbestzeit in einem Halbdistanz-Rennen seit seiner langen Verletzungspause im Jahr 2016.

Parallel präsentierte sich der Erstplatzierte Sebastian Kienle mit einer Gesamtzeit von 3:38:09 Stunden schon jetzt in bestechender Form und als klarer Titelanwärter auf den WM-Titel über die Langdistanz in Hawaii. Platz zwei sicherte sich der Spanier Pablo Dapena González vor dem jungen Dänen Daniel Bækkegård.

Für Markus Hörmann stehen bis zum Ende des Jahres noch mehrere Halbdistanz-Rennen an, mit denen er vor allem weiter Erfahrung und Rennhärte sammeln möchte. Am 2. September geht es für den WSV-Athleten nach Österreich zum Challenge Walchsee.