Langdistanz in Roth endet für Hörmann 
bereits vor dem Ziel

Auf der Radstrecke wie hier am Solarer Berg war Hörmann noch auf Kurs (Foto: Alexander Fuchs).

Nach einer starken Schwimmleistung und einer guten Ausgangsposition nach dem Radfahren muss der Tölzer Profi nach sechs Stunden verletzungsbedingt aufgeben.

Der Arbeitstag des Markus Hörmann begann am Sonntagmorgen Punkt 6:30 Uhr im Main-Donau-Kanal bei Hilpoltstein mit einem Kanonenschlag und unter dem lautstarken Jubel tausender Frühaufsteher. Schnell konnte er sich auf der 3,8 Kilometer langen Schwimmstrecke an der großen Spitzengruppe um die Favoriten Sebastian Kienle, James Cunnama und Andreas Dreitz festsetzen und das Tempo lange mitgehen. Mit 49 Minuten und 12 Sekunden war der WSV-Athlet dieses Mal nicht nur drei Minuten schneller aus dem Wasser als im Vorjahr, sondern knackte damit zum ersten Mal auch die 50-Minuten-Schallmauer. Nur knapp eine Minute hinter der Spitze ging es für ihn in einer großen Verfolgergruppe um den englischen Top-Athleten und am Ende Viertplatzierten Joe Skipper auf die 180 Kilometer lange Radstrecke.

Zusammen mit dieser vierköpfigen Gruppe konnte er sich bereits auf den ersten 80 Kilometern unter den Top 15 festsetzen, ehe der Ire Bryan Mccrystal mit einer Tempoverschärfung für ein zersplittertes Radfeld sorgte. So blieb für Markus Hörmann nur wenig Zeit den legendären Solarer Berg und die tolle Stimmung an der Strecke zu genießen, da er fortan die zweite Radrunde alleine bestreiten musste. An der Spitze hatten wie erwartet die Radspezialisten um Kienle und dem Australier Cameron Wurf einen großen Vorsprung herausgefahren. Mit einer soliden Zeit von 4:29:30 Stunden beendete Hörmann die zweite Disziplin und startete an Position 14 auf die 42,2 Kilometer lange Marathon-Strecke.

Dort machte sich jedoch schnell eine offene Blase am rechten Fuß bemerkbar und sorgte für starke Schmerzen und einen unrunden Bewegungsablauf, der zusätzlich das rechte Knie in eine schmerzhafte Schutzhaltung zwang. Nach wenigen Kilometern war die Entscheidung des 28-Jährigen gefallen und der Abbruch der einzig sinnvolle Ausweg. Zu groß war das Risiko bei über 30 verbleibenden Kilometern ins Ziel eine ernsthafte Verletzung zu riskieren und damit auch die angesetzten Rennen für die zweite Saisonhälfte in Gefahr zu bringen.

Die große Party auf dem Siegerpodest feierte am Ende der deutsche Hawaii-Sieger von 2014, Sebastian Kienle, mit einer Zielzeit von 7:46:23 Stunden vor dem Newcomer Andreas Dreitz und dem amerikanischen Ironman-Sieger Jesse Thomas.

Für Markus steht nun nach einer kurzen, zweiwöchigen Regenerationsphase die Vorbereitung auf die nächste Mitteldistanz Mitte August im finnischen Turku auf dem Plan.