Persönliche Bestzeit zum Saisonabschluss

Auf dem Marathon entlang der Promenade Callelas zahlte sich die defensive Renntatik Hörmanns aus. Am Ende konnte er noch einmal zwei weitere Plätze gutmachen und seine persönliche Bestleistung ins Ziel bringen (Fotos: Marie Haslböck).

Profitriathlet Hörmann landet beim Ironman Barcelona mit 8:15:23 Stunden als zweitbester Deutscher auf Platz 14.

Barcelona (Spanien) – Zum Abschluss seiner Saison wollte es Markus Hörmann an der katalanischen Mittelmeerküste noch einmal wissen. Der Athlet des WSV Bad Tölz ging am ersten Oktoberwochenende beim Ironman Barcelona an den Start, bereits seinem zweiten Rennen über die Langdistanz in diesem Jahr und zugleich eine erste Standortbestimmung für seine angestrebte Qualifikation zur legendären Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii.

Über 50 hochkarätige Profis hatten sich für das letzte große Triathlonevent der Saison auf europäischem Boden angekündigt, darunter auch Frodeno-Trainingspartner und Top-Athlet Nick Kastelein, der ehemalige Weltmeister und mehrfache Ironman-Sieger Frederik Van Lierde sowie der Langdistanz-Debütant und deutsche Favorit Florian Angert. Punkt 8:08 Uhr ging es am Sonntagmorgen im Vorort Calella in das 21 Grad warme Mittelmeer auf die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke. Während die Top-Favoriten den ruhigen Wellengang von Beginn an für erste Tempoverschärfungen nutzten, versuchte Hörmann sich im Sog der Verfolgergruppe eine gute Ausgangsposition für das Radfahren zu verschaffen. Nach einer guten und effizienten Schwimmleistung machte sich der Tölzer Triathlonprofi nach knapp 52 Minuten an Position 28 auf zur zweiten Disziplin.

Der flache Rundkurs mit zwei Runden über insgesamt 180 Kilometern versprach ein weiterhin schnelles Rennen, mit wenigen Möglichkeiten zu attackieren. In der ersten, sehr hektischen, Radrunde konnte sich Hörmann bereits bis an die Top 15 vorarbeiten. Damit gab er sich jedoch nicht zufrieden: In einer ruhigen Phase versuchte er sich in einem Ausreißversuch zusammen mit dem italienischen Ex-Radprofi Domenico Passuello von seiner Gruppe zu lösen, doch das weiterhin flotte Tempo ließ keine weiteren Sprünge nach vorne zu. Auf Rang 16 ging es für den 29-Jährigen Hörmann nach 4:22 Stunden auf dem Rad auf den finalen Marathon entlang der Promenade vor den Toren Barcelonas.

Derweil konnte sich der deutsche Mitteldistanz-Spezialist Florian Angert bei seinem ersten Langdistanz-Rennen an der Spitze absetzen und die weiteren Top-Favoriten auf Abstand halten. Markus Hörmann legte seinen Fokus von Beginn an auf eine gleichmäßige und defensive Lauftaktik, um auf der zweiten Hälfte der 42,2 Kilometer langen Laufstrecke noch genügend Reserven zu haben und schwächelnde Kollegen einzusammeln. Dennoch musste er sich zwischenzeitlich aus einem für die Langdistanz sehr typischen Tief herauskämpfen. Ein immer stärker werdender Gegenwind und leichte Krämpfe hatten dem WSV-Athleten für kurze Zeit zugesetzt. Am Ende ging Hörmanns Plan auf und er konnte sich bis zum Zielstrich weiter auf Platz 14 verbessern sowie mit einer Gesamtzeit von 8:15:23 Stunden einen neuen persönlichen Rekord aufstellen. Florian Angert brachte seinen Sieg mit einem Vorsprung von über 8 Minuten vor dem Belgier Van Lierde und dem Australier Kastelein ohne Gefahr ins Ziel.

Für Markus Hörmann geht in Barcelona die Wettkampfsaison mit einem positiven Ergebnis zu Ende, zuhause wartet nach einer kurzen Erholungsphase jedoch bereits wieder die Arbeit an seiner Mission „Hawaii-Qualifikation“.

Hörmann zu seinem Saisonabschluss: „Mit einer persönlichen Bestzeit in die Wettkampfpause gehen zu können, gibt mir noch einmal einen zusätzlichen Schub für die kommende Saisonvorbereitung. Alles in allem bin ich mit meiner Saison sehr zufrieden, ich konnte ohne größere Verletzungen ein umfangreiches Programm abspulen, zudem zeigt die Entwicklung auch im Wettkampf in die richtige Richtung!“