Hörmann kämpft sich in Heilbronn ins Ziel

Nach einer guten Leistung beim Schwimmen und Radfahren lief Markus Hörmann den Halbmarathon trotz Bauchkrämpfe zu Ende und landete auf Platz 15. (Foto: Marie Haslböck)

Der Tölzer Triathlonprofi bewahrt sich beim Challenge Heilbronn lange Chancen auf eine Top-5-Platzierung, muss sich am Ende jedoch aufgrund von Bauchkrämpfen mit Platz 15 zufrieden geben.

Zurück aus der Saisonvorbereitung auf Mallorca ging es für den 28-Jährigen nach zwei Wochen Training im heimischen Bad Tölz zum Mitteldistanzrennen nach Heilbronn. Die 120.000 Einwohner große Stadt war an diesem Wochenende nicht nur Schauplatz verschiedener Triathlonwettkämpfen für über 2.300 Athleten, sondern auch Austragungsort der Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz.

Dort versprach das starke Profifeld rund um Lokalmatador und Triathlonstar Sebastian Kienle, den beiden Radspezialisten Andreas Dreitz und Ruben Zepuntke sowie dem erfahrenen Schwimmer Florian Angert ein von Beginn an schnelles Rennen. Für den Athleten des WSV Bad Tölz, Markus Hörmann, ging es am Sonntagmorgen um 8.20 Uhr zusammen mit über 30 weiteren Profis bei Neoprenpflicht in den offiziell 16 Grad kalten Neckar. Das kalte Wasser sorgte für anspruchsvolle Bedingungen für alle Starter, das Schwimmen stand wegen der 14-Grad-Untergrenze Tage vor dem Rennen gar vor der Absage. Auf der 1,9 Kilometer langen Schwimmstrecke im Stadtinneren hielt Hörmann lange den Kontakt an die Spitzengruppe und konnte sich mit Platz 16 und einer Zeit von knapp unter 26 Minuten eine gute Ausgangsposition für das Radfahren sichern. Mit Dreitz und Kienle in Sichtweite startete er auf den 84,1 Kilometer langen Rundkurs rund um Heilbronn. Unzählige Kurven, windige Passagen und ein ständiges bergauf und -ab verlangte den Athleten auf der hügeligen Radstrecke mit über 1000 Höhenmetern alles ab.

Nach 2 Stunden und 10 Minuten hatte auch Markus Hörmann diesen Ritt hinter sich gebracht und sich weiterhin in Schlagdistanz auf Platz 5 aufgehalten. Gleich zu Beginn des Halbmarathons durch die Heilbronner Altstadt musste er jedoch seine Verfolgungsjagd unfreiwillig drosseln: Bauchkrämpfe bremsten den Tölzer aus und zwangen ihn zu einem langsameren Lauftempo. Während Topfavorit Sebastian Kienle das Rennen an der Spitze dominierte und einen ungefährdeten Sieg ins Ziel brachte, kämpfte sich Hörmann in einer Gesamtzeit von 4:04 Stunden auf Platz 15 über die Ziellinie.

„Mit zwei Dritteln meines Rennens bin ich sehr zufrieden, beim Halbmarathon konnte ich dann aufgrund der Bauchkrämpfe nicht mehr das gewohnte Renntempo abrufen. Die Enttäuschung ist im ersten Moment natürlich groß, dennoch bin ich auch glücklich über meine gezeigte Leistung in einem solch weltklasse Starterfeld und auf einer so anspruchsvollen Strecke,“ fasst Markus Hörmann seinen Wettkampf zusammen.

Bis zu seinem Start über die Langdistanz beim Challenge Roth Anfang Juli bleibt noch ein wenig Zeit zur Vorbereitung und Aufarbeitung der letzten Rennen. Mit dem Tölzer Triathlon und dem Rothsee Triathlon stehen davor zudem noch zwei Olympische Distanzen in Hörmanns Rennkalender.